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Startseite > Online-Magazin > Farben > Acrylfarben


Ein kurzer geschichtlicher Überblick

Acrylfarben wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA entwickelt; die wasserlösliche Variante sogar erst 1955. Das neue Medium entwickelte sich aus der Forschung nach neuen Lösungsmitteln und hatte in den fünfziger Jahren in den USA durchschlagenden Erfolg. Bei Anhängern der traditionellen Künstlerfarben, namentlich Öl- und Aquarellmalern, stieß diese Neuerscheinung anfangs auf Misstrauen. Acrylfarben haben sich aber seit jenen Zeiten zunehmend als eine interessante, ernst zu nehmende Alternative bewährt und begeistern heute auch viele
Profikünstler.

Eine unendliche Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten
Die spezifischen Eigenschaften einer modernen Acrylfarbe werden entscheidend durch den Einsatz hochwertiger Reinacrylat-Bindemittelsysteme bestimmt. Diese Acryldispersionen sind die Basis heutiger Künstleracrylfarben. Im feuchten Zustand ist das Bindemittel milchig weiß und hellt die Farbe zunächst optisch auf und bringt erst nach Trocknung die volle Intensität der eingesetzten Pigmente zum Ausdruck. Acrylfarben trocknen auch in dicken Schichten ohne Rissbildung, dauerelastisch, wasserfest und hoch alterungsbeständig auf. Im Gegensatz zu Öl- und Aquarellfarben, bei denen die Auswahl des richtigen Malgrundes stets eine entscheidende Rolle spielt, haften Acrylfarben praktisch auf allen sauberen und fettfreien Untergründen: Leinwand, Papier, Putz, Leder, Metall und Holz. Ihr maltechnisches Verhalten kann durch den gezielten Einsatz von speziell für die Acrylmalerei entwickelten Malmitteln beeinflusst werden. Diese ermöglichen dem Anwender eine Vielzahl neuer Möglichkeiten des künstlerischen und kreativen Schaffens.

Neben diesen künstlerisch interessanten Eigenschaften weisen Acrylfarben auch praktische Vorteile auf: Sie sind wasserlöslich und können, solange sie feucht sind, mit einem nassen Lappen von der Bildoberfläche entfernt werden. Arbeitsgeräte und Hände lassen sich unmittelbar nach Gebrauch einfach mit Wasser und Seife säubern. Es bedarf keiner aggressiven Lösungs- und Reinigungsmittel. Dieses moderne Medium ist fast geruchlos, nicht brennbar und gesundheitlich unbedenklich. Acrylfarben trocknen durch Wasserverdunstung - dünne Farbaufträge in 10-20 Minuten; dicke Farbaufträge zwischen einer Stunde und mehreren Tagen. Natürlich lassen sich diese Trocknungseigenschaften durch geeignete Malmedien beliebig an die individuellen Bedürfnisse des Künstlers anpassen. Bei dünnem Farbauftrag, mit Wasser verlängert, können aquarellartige, zarte Lasureffekte erzielt werden. Gegenüber dem Malen mit Aquarellfarben hat diese Technik den Vorteil, dass Acrylfarben zu einem wasserfesten Film trocknen, wodurch neue Lagen mit Farbflüssigkeit aufgetragen werden können, ohne die darunter liegende Schicht anzulösen. Bei pastosem Farbauftrag (eventuell unter Zugabe von Acryl-Verdickern) werden reliefartige Oberflächenstrukturen erarbeitet - das fertige Gemälde in Acryl ähnelt einem Ölbild. Im Vergleich zu der jahrtausendealten Tradition der Temperafarben ist die Acrylmalerei noch sehr jung. Sie hat nicht die historische Bedeutung der Ölmalerei. Aber gerade darin liegt auch der besondere Reiz dieser Technik. Dank der beeindruckenden Bandbreite der möglichen Maltechniken bieten Acrylfarben dem Künstler ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten.

Alles für die Acrylmalerei finden Sie hier...

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