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Startseite > Online-Magazin > Kreiden, Stifte und Tusche > Blei- und Farbstifte

Woraus bestehen Blei- und Farbstifte?


Die Bleistiftmine

Die Zusammensetzung einer Bleistiftmine beruht auf 2 Bestandteilen: Grafit als Schwärzemittel und Ton als Bindemittel. Das Mischverhältnis dieser Stoffe bestimmt den Härtegrad. Je höher der Grafitanteil, desto weicher ist die Mine. Beide Materialen werden sehr fein gemahlen und dann vermischt, wobei die Homogenität und die Feinheit des Mahlguts die Vorraussetzung für gute Qualität sind. Das feinst aufbereitete Grafit und der Ton werden mit Wasser in eine teigartige Masse gemischt und als Mine verpresst. Erst nach einem Brennvorgang bei ca. 1200 Grad erhält die Mine ihre Festigkeit. Nach dem Brennvorgang, werden die Minen mit Wachsen und Ölen imprägniert. Am Ende des Vorgangs werden die Grafitminen in vorgefertigte Brettchen mit Nuten eingelegt, verleimt, verpresst und später aus den Brettchen die Rohstifte gehobelt. Dann werden die Rohstifte lackiert oder naturbelassen, gestempelt und gespitzt.


Die Farbstiftmine
Farbminen bestehen aus Pigmenten, Fetten, Wachsen, Bindemitteln und mineralischen Füllstoffen wie Talkum oder fein gemahlenes Kaolin, das auch in der Glasproduktion benutzt wird.Je höher der Anteil an Pigmenten ist, umso höher ist die Qualität der Mine und umso besser ist der farbliche Abstrich. Das Gemenge wird nach dem Mischen mittels einer Matrize in Minenform gepresst. Zudem werden die Minen auf die entsprechende Länge geschnitten. Im Gegensatz zu Bleistiftminen - die gebrannt werden - werden Farbminen in Trockenöfen getrocknet. Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit erhalten die Farbminen ein heißes Fettbad.


Das Holz
Zur Herstellung von Blei- und Farbstiften stammt das Holz überwiegend aus internationalen Beständen. Die meisten in Europa und den Vereinigten Staaten gefertigten Stifte werden aus dem Holz der Kalifornischen Zeder produziert. Die Fertigung von Blei- und Farbstiften wird durch zwei vorgefertigte Brettchen durchgeführt, die dem Durchmesser der Mine entsprechen. Darin werden die Minen verleimt und zwei Brettchen zusammengepresst, bis der Leim ausgehärtet ist. Sodann werden den Stiften auf schnell laufenden Hobelmaschinen die äußere Form (rund, sechseckig, oval, usw.) gegeben. Anschließend werden die Stifte beim Lackieren mit farbigem Lack überzogen. Die Prägung auf den Stiften wird normalerweise mit heißen Prägestempeln und Folie angebracht. Es gibt ebenfalls Stifte, die bedruckt oder mit einer hauchdünnen Folie umwickelt werden. Schließlich werden die Stifte maschinell gespitzt.

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