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Drucken Die Geschichte der Druckgrafik geht auf das Ende des 14. Jahrhunderts zurück mit dem Tiefdruck auf Holz. Diese so genannte Holzschnitttechnik stammt ursprünglich aus Deutschland. Gegen 1430 kamen die ersten Kupferstiche mit dem Maler Schongauer. Die Entstehung der Tiefdrucktechnik auf Metallplatten ist auf die Goldschmiede- und Niellotechnik zurückzuführen. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden die Zeichnungen in Silberplatten eingraviert und mit einer Schwefellösung geschwärzt und herausgearbeitet. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts setzt der Aufschwung für gedruckte Bilder ein. Die Stiche oder Gravuren bieten den Grafikkünstlern die Möglichkeit, die Werke bekannter Künstler wie Raphael und Rubens zum Beispiel nachzubilden und zu vervielfältigen. Die Druckgrafik wird ein Mittel der Reproduktion und behält diese Rolle bis zum Aufkommen der Fotografie im Jahre 1839 bei. Der Farbdruck kommt im 17. Jahrhundert auf. Zu dieser Zeit entstehen ebenfalls die Aquatintatechnik und die Schwarzkunst (Mezzotinto).
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Die Radierung Diese Technik ist in Deutschland entwickelt worden, Radierungs- und Ätztechniken auf Platten stammen aus dem Jahr 1510. Sie wurden in Augsburg von Daniel Hopfer (1470 - 1536) benutzt. Dennoch geht die erste Radierung auf 1513 zurück und wurde in Basel von Urs Graf (gegen 1485 - 1523) gestaltet. Jacques Callot (1592 - 1635) führte die Radierung in Frankreich ein. Dieser Künstler fertigte ausschließlich Radierungen an und arbeitete in 3 Ländern. Der König Ludwig XIV ließ eine königliche Druckwerkstatt errichten. Das notwendige Material für die Tiefdrucktechnik der Radierung besteht aus einer Radiernadel (eine spitze oder abgerundete Stahlnadel mit einem Holzgriff), einer Metallplatte (Kupfer oder Zink), einem Ätzgrund (Judée-Bitumen oder Wachs zum Beispiel) und Säuren für die Ätzlösung. Vor dem Auftragen des Ätzgrunds muss die Platte gründlich gereinigt werden, damit der Ätzgrund fest haftet. Nachdem der aufgetragene Ätzgrund getrocknet ist, wird das Bild mit der Radiernadel eingraviert, so dass das sich unterhalb des Ätzgrundes befindende Metall zum Vorschein kommt. Danach wird die Platte in ein Säurebad getaucht, in dem das freigelegte Metall erodiert. Nachdem die gewünschte Ätztiefe erreicht ist, wird die Platte aus dem Säurebad genommen und getrocknet. Zum Schluss wird der Ätzgrund mit einem Lösungsmittel entfernt.
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Die Lithografie Die Lithografie wurde gegen 1796 in München von Aloys Senefelder, einem Drucker aus Prag erfunden. Dieses Druckverfahren breitete sich zu Anfang des 19. Jahrhunderts aus. Viele berühmte Künstler wie Goya, Géricault, Delacroix und Toulouse-Lautrec schufen bedeutende Lithografien. Der Künstler muss über einfaches Material verfügen, um eine Lithografie zu erstellen: Stein, Fettstoff, Walzen, Papier, Wasser und Farbe. Die eingesetzten Steine für die Lithografie stammen größtenteils aus Bayern. Der Lithostein ist ein sehr feiner Kalkstein und besitzt ein natürliches Korn, das die Fettlösung festhält. Die Lithografie erlaubt dem Künstler, seine Gestaltung mit Kreide, Feder, Pinsel oder Graviernadel direkt auf den Stein aufzutragen. Matisse, Braque, Picasso und Chagall haben dieser vielfältigen und reizvollen Technik einen besonderen Glanz verliehen. Die Lithografiefarben besitzen besondere Eigenschaften: starke, tiefe Pigmentierung und vollständige Wasserfestigkeit.
Das Grundprinzip der Lithografie ist ein physikalisches Phänomen, und zwar die Abstoßung fetter Stoffe durch feuchte Oberflächen. Die fette Substanz bildet mit dem Stein einen fettsauren Kalk, der den Farbstoff anzieht. Deshalb nehmen bloß die fetten Striche und Flächen der Gestaltung die Farbe an. Die Kunstlithografie wird immer auf einer Handpresse gedruckt. Das gibt den Künstlern die Möglichkeit, die Intensität und die Abstufungen des Schwarz und die Nuancen mit größter Treue auf das Papier zu übertragen. Zudem spielt die Qualität des Papiers eine entscheidende Rolle. Seine Struktur, seine Körnung und seine Widerstandsfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg des Druckens. Der Künstler verteilt die Druckfarbe mit einer Walze auf dem Lithostein. Er befeuchtet den Stein mit einem Schwamm, damit er während des ganzen Druckprozesses feucht bleibt. Anschließend wird der Lithostein eingefärbt, indem die Walze über die Zeichnung gerollt wird. Nach dieser Etappe legt der Künstler ein Blatt Papier auf den Stein, das sorgfältig gepresst wird. Zum Schluss wird der Abzug vorsichtig entfernt.
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