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Startseite > Online-Magazin > Farben > Restaurierung

Eine Einführung . . .


Definition

Der Begriff Restaurierung umfasst alle Wiederherstellungsmaßnahmen an beschädigten oder verfallenen Kunstgütern mit dem Ziel, deren ästhetische, künstlerische und historische Werte zu erhalten. Die optimale Form der Restaurierung ist die Konservierung. Damit sind alle vorbeugenden Maßnahmen gemeint, welche die Aufbewahrung betreffen: ideale Luftfeuchtigkeit, die Vermeidung von direkter Sonneneinstrahlung, Beleuchtung (für empfindliche Gemälde ist der Einsatz von Niedervolthalogenlampen mit Kaltspiegel, der die schädlichen UV- und Infrarotstrahlen nach hinten abgibt, zu empfehlen).


Historischer Abriss

Die Kunst des Restaurierens ist so alt wie die Geschichte der Kunst selbst, denn im Grunde genommen setzt der Verfallsprozess, z. B. eines Gemäldes, in dem Augenblick ein, in dem es entsteht. Schuld daran sind eine ganze Reihe von unterschiedlichen Faktoren: Luft, Licht und Staub, Feuchtigkeit und in den letzten Jahrzehnten zunehmend Umweltverschmutzung (Ozon zum Beispiels setzt allen organischen Materialien sehr zu). Bis zum 18. Jahrhundert wurden Restaurierungsarbeiten von namhaften Künstlern der jeweiligen Epoche durchgeführt. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts entstand ein selbstständiger Berufsstand, der auch eigenständige Techniken entwickelte. Im 19. Jahrhundert setzen sich in der Restaurierung drei Prinzipien durch: Man versucht, den ursprünglichen Charakter des Werkes so weit wie möglich zu respektieren und wieder herzustellen. Die verwendeten Materialien sollen den Erhaltungszustand des Werkes chemisch stabilisieren, aber gleichzeitig sollen die Eingriffe auch reversibel sein (d. h. die für die Restaurierung eingesetzten Stoffe müssen sich auch wieder entfernen lassen, ohne dass dem Objekt Schaden zugefügt wird). Die vorgenommenen Eingriffe sollen nachvollziehbar sein, d.h. dass die original erhaltenen Partien von den restaurierten klar zu unterscheiden sein müss


Eine Wissenschaft

Neu ist, dass diese hohe Kunst, die Rettung eines unter Umständen jahrhundertealten Kunstwerks vor dem endgültigen Verfall, im professionellen Bereich wissenschaftlich, d. h. unter Berücksichtigung chemischer und physikalischer Gesetze, betrieben wird. Das gilt vor allem für die vorbereitende Analyse der Schäden an einem Kunstwerk (deren Ergebnisse übrigens von seriösen Restauratoren immer exakt schriftlich festgehalten werden). Schon im Jahr 1896 wurde in Deutschland erstmals ein Gemälde mit Hilfe von Röntgenstrahlen untersucht. Mit Hilfe der Makrofotografie wird die Oberflächenstruktur eines Bildes fünf- bis zehnfach vergrößert, so dass selbst feine Risse und eventuelle Retuschen offen gelegt werden. Infrarotstrahlen können sogar einen gezeichneten Entwurf des Künstlers oder eine versteckte Signatur zum Vorschein bringen.


Vorgehensweise

Die Restaurierung selbst erfolgt jedoch unter Einsatz von Materialien, die z. T. eine jahrhundertealte Tradition aufweisen und jedermann zugänglich sind. Allerdings sollte jeder, der sich an die Restaurierung eines Gemäldes von hohem historischen oder persönlichen Wert wagt, einige Grundkenntnisse über die wichtigsten Techniken der Malerei und die verwendeten Materialien besitzen: Öl- und Wasserfarben, Firnisse, Leinwände, Keilrahmen usw. Außerdem sollte man die Epoche kennen, in der das Gemälde entstanden ist, denn in jeder Epoche wurde anderes Material verwendet. Der erste Schritt ist die Reinigung des Bildes: Staub und Schmutz werden mechanisch mit Hilfe eines weichen Pinsels entfernt. Danach sollten Sie das Gemälde sehr sorgfältig untersuchen: Wenn die Farbe rissig ist oder in Schuppen abblättert, sollten Sie die Reinigung besser einem professionellen Restaurator überlassen. Ist die Oberfläche hingegen in gutem Zustand, können Sie wagen, die Sache in Angriff zu nehmen. Es muss festgestellt werden, ob das Bild durch eine Firnisschicht geschützt ist (was häufig der Fall ist) und in welchem Zustand sich diese befindet: Glanzfirnis vergilbt im Laufe der Jahre oder löst sich von dem Gemälde ab. Die weitere Reinigung erfolgt mit chemischen Lösungsmitteln, die das Entfernen der Firnisschicht und des Schmutzes in einer einzigen Arbeitsphase ermöglichen, zum Beispiel MAIMERI Restaurations-Lösungsmittel stark (Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisung). Wenn das Gemälde mit einem Keilrahmen versehen ist, sollten Sie Kartons darunter legen, um die Dicke des Keilrahmens auszugleichen. Dadurch wird vermieden, dass sich die Leinwand aufgrund der anschließenden Reinigungsarbeiten lockert. Sorgfältig trocknen lassen. Eventuelle Risse und Lücken in der Leinwand werden anschließend, nach sorgfältiger Entfettung, mit Hilfe von Hasenhautleim angeklebt. Übermalungen und Retuschen können mit Hilfe eines Skalpells oder eines geeigneten Lösungsmittels entfernt werden, zum Beispiel mit MAIMERI Restaurations-Lösungsmittel stark. Jetzt können verloren gegangene Farbsegmente ersetzt werden. Hierfür eignen sich zum Beispiel die RESTAURO Farben von MAIMERI, die auch mit dem Mastixfirnis von MAIMERI gemischt werden können, um die Retusche möglichst unauffällig an den Originalfarbton anzupassen. Schließlich wird das Gemälde durch erneutes Auftragen einer Firnisschicht geschützt. MAIMERI Nachrestaurierungsfirnis ist hierfür hervorragend geeignet und bildet nach der Trocknung einen seidenmatten Schutzfilm. Am gleichmäßigsten lässt sich der Firnis mit Hilfe eines weichen Pinsels auftragen. Das Auftragen des Schutzlackes muss einmal horizontal und einmal vertikal erfolgen. Vor dem Einrahmen sollte der Firnis mindestens eine Woche antrocknen.

Alles für die Restaurierung finden Sie hier...

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