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Startseite > Online-Magazin > Seide


Geschichte der Seide
Die Seidenraupenzucht wurde erstmals circa 3000 vor Christus in China praktiziert. Bis 200 vor Christus hatten die Chinesen das Monopol auf Seide. 552 vor Christus führten die Araber die Seidenzucht in Nordafrika, Südspanien und Sizilien ein. Im 13. und 14. Jahrhundert waren Italien und Frankreich führend in Zucht und Verarbeitung. Im 17. Jahrhundert  wurde sogar in der Schweiz und Deutschland Seidenzucht betrieben. Durch die Klimaschwankungen verlagerte sich die Seidenzucht im 18. Jahrhundert jedoch wieder in das Ursprungsland China und nach Japan, Korea sowie Indien.


Wie entsteht Seide?

Die Seide stammt vom Maulbeerspinner, der überall dort vorkommt, wo in größeren Mengen weiße oder schwarze Maulbeerbäume wachsen.

Es gibt 4 Entwicklungsstufen des Maulbeerspinners:
Ei - Raupe - Puppe - Schmetterling.
1. Nach 10 - 15 Tagen schlüpfen die Räupchen.
2. Nach 30 - 35 Tagen ist die Raupe spinnreif.
3. Nach 2 - 3 Tagen hat sich die Raupe verpuppt.
4. Nach 14 Tagen schlüpft der Schmetterling.

Die gesponnenen Kokons werden nach Größe, Farbe, Form und Fehlerhaftigkeit sortiert. 15 Zentimeter Seidenfaden werden pro Minute durch 1 Raupe gesponnen. 1 Kokon besteht aus 3000 - 4000 Meter Faden. 350 Kokons sind für 1 Paar Seidenstrümpfe notwendig. Hochwertige Kokons werden zur Weiterzucht ausgeschieden. Mit Heißluft oder Dampf werden die Kokons behandelt, damit später der Schmetterling nicht mehr ausschlüpfen kann. Anschließend werden die Kokons in Becken mit heißem Wasser gegeben, um das Serizin auf zuweichen und die Haspelseide auf eine Spule aufzuwickeln. Die Seide wird nun gereinigt, filiert (leichtes Drehen) und mouliniert.

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